Können wir elektromagnetische Wellen wahrnehmen?
Der Mensch hat keine Sinnesorgane für elektromagnetische Felder. Elektrosmog können Sie deshalb genauso wenig schmecken, hören oder riechen wie z.B. die Radioaktivität. Sie wurde aus dem gleichen Grund kurz nach Ihrer Entdeckung als harmlos eingeschätzt; heute sind wir schlauer.
Intensive Bestrahlung mit elektromagetischen Wellen macht sich im Körper, der zum größten Teil aus Wasser besteht, indirekt durch Erwärmung bemerkbar. Diesen Effekt kennen Sie von der Funktionsweise des Mikrowellenofens. Für diese sogenannte thermische Belastung gibt es Grenzwerte und so werden sie vor zu hoher Belastung geschützt. Aber was passiert mit dem Körper, wenn er pausenlos einer niedrigen Bestrahlung durch Elektrosmog ausgesetzt ist? Über diese Frage streitet sich die Wissenschaft bis heute. Es gibt viele Hinweise auf eine Schädigung der Gesundheit bei einer Langzeiteinwirkung. Aus Vorsorgegründen sollte jeder versuchen, die Strahlenbelastung, vor allem während des Schlafes, möglichst gering zu halten bzw. wenn möglich ganz auszuschalten.
Der Körper als Antenne
Wenn elektromagnetische Wellen auf einen elektrischen Leiter treffen, dann erzeugen sie dort einen elektrischen Strom. Der menschliche Körper besteht zu über 50% aus Wasser, welches Mineralien (Salz) enthält und deshalb ein elektrischer Leiter ist. Das bedeutet, dass der Körper elektromagnetische Wellen aufnimmt, wo sie zu Strom und Wärme werden. Ein Beispiel kennt jeder: Wer sich zwischen Radiosender und Radioantenne bewegt, kann den Empfang stören, weil die elektromagnetischen Wellen nicht die Antenne erreichen sondern vom Körper aufgenommen werden.
